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Netzwerk Rauchen gegen Bückware und Einheitsverpackungen

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Konsultation zur Tabak-Produkt-Richtlinie der EU läuft bis Mitte Dezember

Zu den verschiedenen Anti-Raucher-Maßnahmen, die EU-Kommission derzeit im Rahmen eines Befragungsverfahrens vorstellt, gehören unter anderem Einheitsverpackungen für Tabakprodukte, das sogenannte ‚Plain Packaging‘. Dieses stößt auf erbitterte Kritik von Netzwerk Rauchen, einer Vereinigung gegen die Diskriminierung des Rauchens. Es „wäre eine ästhetische Katastrophe durch Vernichtung kulturell wertvollen und beliebten Industriedesigns und außerdem eine tiefgreifende Verzerrung des Wettbewerbs“ schreibt das Netzwerk und erinnert daran, dass Einheitsverpackungen lange in der DDR vorgeschrieben waren.


aboutpixel.de / praha reality © Thomas Pieruschek

Kein Einheitsgrau im Tabakhandel!

Außerdem wendet sich die Vereinigung in ihrer offiziellen Stellungnahme gegen Pläne, Zigarettenpackungen und andere Tabakwaren unter die Ladentheke zu verbannen beziehungsweise unkenntlich zu machen. Diese „Bückwarenvorschrift“ entspräche zusammen mit dem Plain Packaging sogar einer „Burkapflicht für Tabakwaren“, kritisiert Michael Löb, Bundesvorsitzender des Netzwerk Rauchen.
„Auf Ebene der EU findet eine besonders freiheitsfeindliche Bekämpfung des Tabakkonsums statt, da die Pläne des medizinisch-industriellen Komplexes bzw. der Anti-Tabak-Lobby in Brüssel auf fruchtbareren Boden fallen als in vielen Mitgliedsstaaten“, so Löb.

Werbeverbote nützten nur den Marktführern, wie dem Philip-Morris-Konzern (u.a. Marke „Marlboro“), das angedachte Verbot sogenannter elektronischer Zigaretten wiederum nur der Pharmaindustrie, die keine Konkurrenz für ihre eigenen Nikotinprodukte zulassen wolle.
Ein Verbot von Zusatzstoffen in Tabak sei unter anderem deshalb abzulehnen, weil dann aktuelle Produktinnovationen, etwa eine risikoreduzierten Zigarette, chemisch nicht mehr machbar wären.
Netzwerk Rauchen fordert zudem die Aufhebung des Verbots von Snus, einem skandinavischen Oraltabaks, und die Beibehaltung von Zigarettenautomaten.

Noch bis zum 17. Dezember können Vereinigungen und Einzelpersonen über das Internet ihre Meinung zu den von der EU geplanten Maßnahmen abgeben. Netzwerk Rauchen kritisiert, dass dies bisher nur auf Englisch möglich, ruft aber alle kritischen Bürger auf, sich an der Befragung zu beteiligen.

Link zur Konsultation

icon Stellungnahme_Konsulation_EU_Tabakwarenrichtline (100.91 kB)

icon PM_09_10_EU_Konsultation (213.65 kB)

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