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Rauchverbote: Bayerns neues Antirauchergesetz

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Nachdem die CSU bei der Landtagswahl eine erdrutschartige Wahlschlappe einstecken musste und inzwischen mit der FDP regieren muss, wurde Deutschlands strengstes Rauchverbot jetzt "gelockert", wie es heißt.
Dahingehend, dass sich Kleinlokale zu Raucherlokalen erklären können - unter Übernahme der bereits weit verbreiteten, aber deshalb nicht besser nachvollziehbaren Einschränkungen: kleiner als 75 qm, "getränkegeprägt", kein Zutritt unter 18.
Faktisch verboten werden gleichzeitig per Federstrich die Raucherclubs. Genau die legendären Raucherclubs, mit denen findige Gastronomen eine Katastrophe in der Branche gerade noch abwehren konnten. Speiselokale also, die sich zu Raucherclubs erklärt hatten, um ihre Gäste zu halten, haben diese Möglichkeit nun nicht mehr. Ebensowenig alle Einraumlokale ab 75 qm. War es das, wofür die Bayern die FDP in den Landtag gewählt haben? Worin sieht diese überhaupt nun ihr Verdienst in dieser Neufassung des Gesetzes?

Auf Anfrage von smokersnews.de erklärt die FDP Bayern wortreich, wie schwierig sich die amtliche Kontrolle der vielen Raucherclubs gestaltet habe und schließt mit den Worten:

"Mit den Änderungen zum Nichtraucherschutzgesetz haben wir diesen Zustand beendet und wieder für Rechtssicherheit gesorgt, für Nichtraucher, Raucher und die Gastronomen." Wie sich diese "Rechtssicherheit" mit "Freiheit" vereinbart, ist ein Geheimnis der FDP.

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