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Dienstag, 09. Mai 2017 um 20:52 Uhr

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Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017

Im größten deutschen Bundesland NRW wird am Sonntag das Landesparlament gewählt. Nach der Wahl 2012 hat die rot-grüne Koalition das Rauchverbotsgesetz verschärft, ein totales Rauchverbot für die Gastronomie, für Landesverfassungsorgane und für Spielplätze wurde zum 1. Mai 2013 eingeführt. Auf Schulhöfen darf nicht einmal bei außerschulischen Veranstaltungen wie Dorffesten geraucht werden. Die erwarteten Schäden sind eingetreten: Kneipensterben und Umsatzeinbußen mit Verlust an sozialen Treffpunkten und Arbeitsplätzen, Bußgelder und fortschreitende Diskriminierung der Raucher. Symbolfigur: Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den Grünen Volkserziehern, eine glühende Sanitaristin. Mit reichlich Unterstützung der roten Helfershelfer um Ministerpräsidentin Kraft, die Abweichler in den eigenen Reihen auf Linie gezwungen haben.

 Telefonzelle-Notrufhebel-gemeinfrei

Telefonzelle-Notrufhebel / gemeinfrei

Die grünen Bevormunder und die angegrünte Lehrerpartei SPD sind zweifelsohne unwählbar. Aber was ist mit den anderen Parteien? CDU und FDP, die die in Teilen relativ maßvolle Rauchverbotsgesetzgebung ab 2007 verantwortet hatten, ließen 2013 den Elan vermissen, sich gegen maßlose Tabakbekämpfung einzusetzen. Dies musste das Aktionsbündnis „NRW genießt!“ (dem bis Ende 2014 auch Netzwerk Rauchen angehörte), schmerzlich spüren, als sie die Unterstützung für das damals geplante Volksbegehren verweigerten. Diese kam erfreulicherweise von der Piratenpartei, welche allerdings jetzt aus dem Landtag fliegen wird.

 Die CDU hat sich nicht einmal entblödet, vor wenigen Monaten den Passus aus ihrem Landtagswahlprogramm-Entwurf wieder zu streichen, das Rauchverbot zumindest für die Gastronomie lockern zu wollen. Es gab Gegenwind, und die Parteiführung ist sofort umgefallen. Spitzenkandidat Armin Laschet hat nämlich wenig Rückgrat und ist ein Grünen-Freund (z.B. von Özdemir und Cohn-Bendit aus ihrer Zeit im Europaparlament). Die FDP bekennt sich rhetorisch zu einer Liberalisierung, aber die Erfahrung aus der Vergangenheit – im Saarland ist sie 2009 zugunsten einer Regierungsbeteiligung mit den Grünen sofort umgekippt und hat ein totales Rauchverbot für die Gastronomie mitgetragen – lässt vermuten, dass Lindner & Co. mit dem Thema mal wieder nur Wählerstimmen sammeln wollen, ohne es zu ihrer Herzensangelegenheit zu machen.

Die AfD, die voraussichtlich erstmalig ins Landesparlament einziehen wird, wandte sich 2013 gegen das Totalverbot in NRW, hat sich dazu aber im aktuellen Wahlprogramm nicht geäußert. Laut Wahl-O-Mat möchte sie das absolute Rauchverbot in der Gastronomie lockern; die Linkspartei als einzige, die sonst noch im Landtag landen könnte, spricht sich gegen eine solche Liberalisierung aus.

Zu Ihrer Orientierung die Wahl-O-Mat-Ergebnisse im Detail, inklusiver irrelevanter Klein(st)parteien (Infos siehe hier).

Frage: "Die Betreiber von Gaststätten sollen selbst entscheiden dürfen, ob Rauchen in ihrem Lokal erlaubt ist."

Dafür: FDP, AfD, Piraten, Die Partei, NPD, Die Rechte, REP, Zentrum, Die Violetten, ADD, DBD, Aufbruch C, Schöner Leben

Dagegen: SPD, Grüne, Linke, ÖDP, DKP, MLPD, JED, Freie Wähler, BIG, FBI/FWG, Volksabstimmung, V-Partei

Neutral: CDU, Tierschutzliste, BGE, Gesundheitsforschung


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Umfrage: Schlechterer Tabak in der Ekelpackung?

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Aktuell

Samstag, 04. März 2017 um 22:28 Uhr

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Seit Mai letzten Jahres wird die neue Tabakproduktrichtlinie (TPD2) in Deutschland umgesetzt. Sie hat uns nicht nur die Ekelbilder auf den Tabakverpackungen beschert, auch sind viele sogenannte Zusatzstoffe bzw. Zubereitungsmöglichkeiten seitdem verboten. Mit deren Hilfe konnten besondere Geschmacksvarianten im Tabak gestaltet werden.


Wir wollen wissen: Schmeckt der Tabak aus der Ekelpackung anders als zuvor? Haben Sie Veränderungen beim Ziehen/der Inhalation festgestellt?  Wählen Sie den Abschnitt, der für Ihr bevorzugtes Produkt relevant ist, also Zigaretten oder Dreh/Stopftabak.  Verwenden Sie beides, können Sie auch gerne beide Fragenkomplexe beantworten.


Mitmachen und gewinnen!

Unter den Teilnehmern verlosen wir 5 Ekelschutzsets, bestehend aus einem Schachtelteufel Sammelalbum für Ekelbilder und Überklebern für Zigarettenschachteln oder wahlweise Feinschnittbeutel.

Hier geht es zur Umfrage.

 

Günter Ropohl verstorben

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Donnerstag, 09. Februar 2017 um 19:25 Uhr

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Netzwerk Rauchen trauert um verdientes Mitglied

Das Netzwerk Rauchen hat einen seiner Vordenker verloren. Prof. Dr. Günter Ropohl ist am 28. Januar im Alter von 77 Jahren gestorben. Der 1939 in Köln geborene Ingenieur, Technikphilosoph und -soziologe lehrte bis zu seiner Emeritierung 2004 Allgemeine Technologie an der Universität Frankfurt/Main. Als anerkannter Wissenschaftler hat er bedeutende Forschungsleistungen auf diesem Gebiet vollbracht.

Prof. Dr.-Ing. Günter Ropohl 14.06.39 - 28.01.17

Prof. Dr.-Ing. Günter Ropohl 14.06.39 - 28.01.17

Im (Un)Ruhestand widmete sich der in Karlsruhe wohnhafte überzeugte Raucher dem sich intensivierenden Kreuzzug gegen den Tabakgenuss. Sein erster Artikel zum Thema erschien im Juni 2006 in der Tabakzeitung, bereits wenige Monate später veröffentlichte ein Vorläufer von Netzwerk Rauchen seinen Text „Passivrauchen – ein überschätztes Gesundheitsrisiko“ auf der Rückseite eines Flugblattes.

In über zehn Jahren aktiver Mitgliedschaft beim Netzwerk Rauchen engagierte Ropohl sich besonders gegen die pseudowissenschaftliche Täuschung der Öffentlichkeit in Sachen Umgebungsrauch. Sein 2014 erschienenes Buch „Besorgnisgesellschaft. Hintergründe der Tabakbekämpfung“ verdient eine große Leserschaft. Als online verfügbare Lektüre sei sein Text zur „Krise der Tabakkultur“ empfohlen, in der sich u.a. mit einer Technikbewertung von Tabakwaren beschäftigt. Zudem finden sich bei der Zeitschrift Novo zahlreiche Artikel aus seiner Feder, die sich der Tabakbekämpfung, aber auch vielen anderen Themen widmen. Sein Beitrag „Forschung und mentale Prostitution“ z.B. macht grundsätzliche Probleme deutlich. Ebenfalls exemplarisch sei auf einen Text verwiesen, in dem der bekennende Genießer „den diätetischen Vegetarismus als ein Krankheitssymptom eigener Art“ behandelt. Wer Günter Ropohl hören möchte, kann dies in einen Audio-Mitschnitt einer Diskussionsveranstaltung aus dem Jahre 2008 tun (Transkript hier).

Er verstarb einige Monate nach seiner Ehefrau, mit der er über ein halbes Jahrhundert verheiratet war. Unsere Gedanken sind bei seinem Sohn. Netzwerk Rauchen verliert einen klugen Kopf, eine entschiedene Stimme – und einen geselligen Mitstreiter. Günter Ropohls Wirken und seine Schriften werden uns aber bleibend anspornen. In seinen eigenen Worten:

Der Kampf gegen die Raucherinnen und Raucher ist ein neuer Klassenkampf, ein Klassenkampf von oben: Gesundheitshysteriker und Organisationsmenschen verbünden sich, um ein Drittel ihrer Mitmenschen um Freiheit und Lebensfreude zu bringen. Wie einst die Arbeiterbewegung mit machtvollen Organisationen um ihre Rechte gekämpft hat, so müssen sich heute die rauchenden Menschen gegen die zunehmenden Unterdrückungsversuche wehren. Raucher aller Länder, vereinigt euch!“

Nachruf von Christoph Lövenich


   

Angaben zu Dreh- und Stopftabak online

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Aktuell

Sonntag, 29. Januar 2017 um 00:00 Uhr

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Netzwerk Rauchen informiert Verbraucher

Nikotin- und Kondensatangaben auf Tabakverpackungen sind seit 2016 in der EU verboten. Netzwerk Rauchen präsentiert jetzt einige dieser Angaben zu Dreh- und Stopftabak. Die führende Bundesvereinigung für freien Tabakgenuss hat auf der Website unser-tabak.de eine Tabelle zusammengestellt, in der man die derzeit erhältlichen Marken für Feinschnitt- und Volumentabak suchen kann. Soweit recherchierbar, finden sich dort auch die Werte für Nikotin und Teer. Diese sind gemäß DIN-ISO-Standard je nach Dicke des Formats und verwendetem Zigarettenpapier in vier verschiedenen Varianten angegeben.

Werte Drehtabak


Während Netzwerk Rauchen bei den Fertigzigaretten schon lange eine vollständige Liste mit allen Werten (Stand: April 2016) für Verbraucher bereithält, fordert die Vereinigung beim Dreh- und Stopftabak Interessierte auf, fehlende Werte an sie zu übermitteln.
Bundesvorsitzender Michael Löb kritisiert die „postfaktischen Tabakpackungen“, wie sie die EU-Tabakproduktrichtlinie vorschreibt: „Die objektiv messbaren Werte mussten verschwinden, um propagandistischen Ekelbildern Platz zu machen.“ Neben der staatlichen Politik nimmt der Verein aber auch die Tabakwarenhersteller aufs Korn. „Sie halten sich mit Informationen an die Verbraucher sehr bedeckt“, so Löb. „Bei losem Tabak verschweigen sie alle die Werte.“

Für die Markenliste dankt das Netzwerk Rauchen seiner Kooperationspartnerin DTZ - Die Tabakzeitung.
Außerdem bietet der Verein in seinem Spendenshop Aufkleber und Dosenbanderolen zum Überkleben der Schockbilder sowie ein Sammelalbum für diese an. Siehe hierzu die Websites www.ihr-uns-auch.eu und
http://spendenshop-netzwerk-rauchen.de.

Pressemitteilung als PDF zum Herunterladen: icon PM_01_2017_Werte_Drehtabak (62.11 kB)

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Die EU macht niemanden gesünder

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Aktuell

Mittwoch, 07. Dezember 2016 um 23:22 Uhr

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Interview mit Michael Löb bei NovoArgumente

Schockbilder auf Zigarettenpäckchen, Aromaverbote, weitere Einschränkungen bei der Werbung – Maßnahmen gegen den Tabak richten Schaden an, urteilt der Bundesvorsitzende des Netzwerk Rauchen...

Die EU macht niemanden gesünder


   

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