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Die Solidarität der Straßen-Raucher

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Aktuell

Samstag, 06. Februar 2010 um 00:45 Uhr

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The solidarity of street smokers. Von Tom Castella

aboutpixel.de / space-marines © jonathan spielbrink

Bildquelle: aboutpixel.de / space-marines © jonathan spielbrink


Neue Pläne des Gesundheitswesens könnten den Zusammenballungen  von Straßen-Rauchern vor den Eingängen von Bürogebäuden ein Ende bereiten. Dies wäre auch das Ende des Kameradschaftsgeistes der Trottoir-Qualmer.

Gesundheitsstaatssekretär Andy Burnham kündigte eine Überprüfung der Anti-Rauchergesetzgebung in England an, und sagte, zur Verhinderung von Passivrauch-Risiken sei eine Ausweitung des Rauchverbots auf Bereiche wie Gebäude-Eingänge vorstellbar.
Dies hätte zur Folge, dass sich diese Raucherhaufen, die in den letzten Jahren ein alltäglicher Anblick geworden seien, auflösen würden.

Judi James, Verhaltens- und Arbeitsstättenexpertin, glaubt, dass für Raucher mehr auf dem Spiel steht, als nur ein Schuss Nikotin. „Die durch gemeinsames Rauchen entstehende Gemeinschaftsbildung hat den Rauchern schon immer einen unfairen Vorteil am Arbeitsplatz verschafft. Es hängt mit dem Akt der Rebellion zusammen, der die hierarchische Struktur aufbricht, sodass auf einmal Leute miteinander ins Gespräch kommen, die sonst nie miteinander reden würden. Es ist sozusagen ein Akt gemeinsamer Unartigkeit, der die Leute miteinander verbindet, sodass die normalen Regeln der Kommunikation wegfallen.“
Die Standard-Körpersprache der Raucher ist klatschbereit und verschwörerisch – selbst dann, wenn sie nicht wirklich schwatzen – und dies kann Misstrauen unter den Nichtrauchern schüren.
Würde denn ein Auseinandertreiben der Masse dieser Stehgreif-Gemeinschaft ein schnelles Ende setzen? Das könnte so oder so ausgehen. Frau James glaubt, wenn die Raucher herumzuspazieren beginnen, dann würde sich diese Gelegenheit zur Netzwerkbildung auflösen, da Menschen sich nicht in Gruppen bewegen, speziell, wenn sie verschiedenen sozialen Gruppen angehören. Sollten die Raucher sich aber wieder in gesondert ausgewiesenen Bereichen zusammenballen, so würde sich der Effekt der Gemeinschaftsbildung im Vergleich zu jetzt noch verstärken.
Rebellische Kinder
“Wenn sie sich versammeln, dann wird dadurch ihre Beziehung enger verbunden, weil sie ein Gefühl der Entfremdung und des Abgelehntwerdens miteinander teilen. Es ist das Rebellen-Kind-Syndrom.“
Der einzige Bereich von Arbeitsstätten, der eine vergleichbare Dynamik aufweise, sei die Damentoilette, so Frau James.
Derweil Rauchverbote Büros zu saubereren Arbeitsplätzen gemacht haben, haben sie aber auch dazu geführt, dass sich eine gewisse Angeber-Kultur vermeintlich hartgesottener Raucher entwickelt habe, die in Hemdsärmeln draußen stehen, sagt sie.
Der Anblick eines Haufens von Angestellten, die am Nikotinstäbchen nuckelnd den Eingang blockieren, während sie versuchen, warm zu bleiben, ist einer, auf den Arbeitgeber gerne verzichten würden.
Für Jeremy Baker, Professor an der ESCP-Handelshochschule, ist er „ein äußerst unansehnlicher und dem Status der Organisation abträglicher Erstkontakt der Institution mit der Außenwelt.
Firmen haben Geld dafür ausgegeben, um die Eingangshalle zum schönsten Bereich des Gebäudes zu machen, und dann wird der ganze Effekt durch diese Leute verunstaltet, die da draußen stehen, um so schnell wie möglich Krebs zu bekommen. Einfach hässlich.“
Es müsse endlich so weit kommen, dass Rauchen bei der Arbeit sozial ebenso inakzeptabel werde  wie Trunkenheit im Dienst, so glaubt er.
“Es sieht armselig aus. Und das Personal konzentriert sich nicht auf die Arbeit, die es zu tun hat. Es ist, als käme man an, und fände die Leute halb betrunken herumhängend vor. Firmen müssen einen attraktiven und aufmerksamen Eindruck erwecken – und Rauchen ist dumm und ruiniert das Bild, das man zu projezieren sucht.

Teilübersetzung des Originalartikels der BBC

 

Raucherverschwörung auf dem Bürgersteig

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Aktuell

Freitag, 05. Februar 2010 um 21:44 Uhr

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aboutpixel.de / sk © Sven Brentrup

Bildquelle: aboutpixel.de / sk © Sven Brentrup

Eigentlich sollte man meinen, mittlerweile alle die Lachnummern schon einmal gehört zu haben, die Tabakfeinde und Medien so über die Raucher verbreiten. Doch dann kommt die BBC und veröffentlicht einen wahren Zwerchfell-Hammer!

Sollten Sie jemals Zweifel an der Willigkeit der Medien gehabt haben,
auch noch die hysterischsten Hirngespinste der Antiraucher zu verbreiten, dann schauen Sie sich nur einmal den neuesten Lacher an,
den die britischen BBC-Nachrichten vermelden: Arbeitnehmer, die zum Rauchen nach draußen gehen, und dabei miteinander reden, erwecken das „Misstrauen“ der Nichtraucher.

Nein, dieses Mal ist es nicht das Rauchen selbst, das den Nichtrauchern Sorgen bereitet. Es ist vielmehr die konspirative, verschwörerische Zusammenrottung von Leuten, die die BBC so schön als „verkommene Trottoir-Qualmer“ bezeichnet.

So wird im unten zitierten Beitrag beispielsweise eine Verhaltens- und Arbeitsstätten-Expertin namens Judi James mit einer Aussage zitiert, die jeder Beschreibung spottet: „Die Gemeinschaftsbildung durch gemeinsames Rauchen verleiht Rauchern am Arbeitsplatz äußerst unfaire Vorteile.“

Im weiteren erklärt uns der Artikel Frau James’ Überzeugung, dass „die Körpersprache von Rauchern standardmässig klatschhaft und verschwörerisch wirke …, was bei Nichtrauchern zu Misstrauen führen kann.“ 

“Misstrauen”? Im Hinblick worauf denn?
Und was heißt hier bitte “verschwörerisch”? Wenn dem so sein sollte,
wofür konspirieren sie denn, die Raucher, wenn sie draußen vor der Türe stehen?
Und wer sind denn diese misstrauischen Nichtraucher, von denen Frau James spricht? Und wo sind sie?

Was den BBC-Nachrichten in diesem Zusammenhang entgeht, ist allerdings das Naheliegendste: Menschen, die sich vor ihrer Firma zusammendrängen, sind nicht „verkommen“ oder „konspirativ“.
Sie sind vielmehr Arbeitnehmer, die versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und sie gehen zum Rauchen nach draußen, weil sie sich an Arbeitsstätten-Richtlinien halten müssen, die die Anti-Raucher-Bewegung den Rauchern schon vor Jahren aufgezwungen hat. Darüber hinaus sind sie einfach nur normale Menschen, die miteinander reden.

Raucher wie Nichtraucher sollten sich diese unverantwortliche und – offen gesagt – unmoralische Bewertung durch die BBC-News deutlich vor Augen halten. Durch die Behauptungen, Raucher betrieben „Gemeinschaftsbildung“ zum Zwecke „unfairer Vorteile“, und man verhalte sich „verdächtig“ und „konspirativ“, wird eindeutig versucht,
den Rauchern die Teilnahme an irgendeiner lächerlichen, nicht ganz klar definierten Verschwörung zu unterstellen. Einer Verschwörung, die sich eigentlich nur gegen ihre nichtrauchenden Kollegen richten kann.  Es ist einfach grotesk.

Unabhängig davon, wie man sich zum Rauchen stellt, sollte man sich bewusst sein, dass es dieselben Anti-Raucher-Kräfte sind, die bereits all die Ängste bezüglich des Rauchens in der Öffentlichkeit geschürt haben, die jetzt auch diese aberwitzigen und gefährlichen Ansichten propagieren.

Frau James sollte möglicherweise auch einen näheren Blick auf die Gruppen sich auf dem Bürgersteig Drängender werfen: Dabei würde sie feststellen, dass viele dieser Leute nicht einmal rauchen, dass manche gar nicht einmal Tabakwaren bei sich tragen.
Denn auch Nichtraucher gehen in ihren Pausen nach draußen.
Und da sie Frau James’ spalterische Ansichten nicht teilen, stehen sie gar redend mit ihren rauchenden Kollegen zusammen.
Sollte man diese Nichtraucher deshalb als „verkommene“ Mit-Verschwörer bezeichnen? Lächerlich.

Eine Übersetzung des Originalkommentars

Originalartikel der BBC

 

Konferenz gegen Prohibition: Jetzt anmelden!

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Aktuell

Donnerstag, 04. Februar 2010 um 21:27 Uhr

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2. Weltkonferenz der Internationalen Koalition gegen Prohibition:

"Ist der Gast König? Prohibition und die Gastronomie-Branche"

Montag, 15. März 2010

Nieuwspoort, Den Haag, Niederlande

Redner u.a.:

Dr. Kamal Chaouachi, Tabakforscher und -berater (Universität Paris)

David Goerlitz, Schauspieler, ehemaliger Frontmann der Tabakkontrolle (USA)

Dr. Patrick Basham, Direktor des Democracy Institute (Washington/London)

Prof. Dr. Michael Marlow, Ökonom (California Polytechnic State University)

Michael McFadden, Autor von "Dissecting Antismokers' Brains" (USA)

Die Teilnahme ist kostenlos!

Nähere Informationen

Programmablauf auf deutsch

Hier geht’s zur Anmeldung

 

   

Prohibition total

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Aktuell

Donnerstag, 04. Februar 2010 um 20:53 Uhr

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Bildquelle: aboutpixel.de / rauchenverboten © Wolfram Linke

Bildquelle: aboutpixel.de / rauchenverboten © Wolfram Linke

Wenn man der Militanz den kleinen Finger reicht:

Finnland. Wie der türkische Nachrichtensender „TRT-deutsch“ berichtet, strebt die finnische Regierung ein Totalverbot von Tabak an. Das sieht ein Gesetzentwurf des finnischen Gesundheitsministeriums vor. Dies sei selbstverständlich keine Kriegserklärung gegen die Tabakwarenhersteller (die Raucher sind nicht mal der Erwähnung wert), sondern eine Maßnahme für die Gesundheit des Volkes, so das Ministerium.

Ja, was eine Regierung im Namen der Volksgesundheit so alles veranstalten kann, ist uns Deutschen durchaus in böser Erinnerung.

Quelle

 

 

EU: Schauprozess und Blockwart

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Donnerstag, 04. Februar 2010 um 20:42 Uhr

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Man wird Raucher nicht ermorden. Aber sie sind immerhin brauchbar als eine gar nicht so kleine Gruppe von Sündenböcken.“ (Zitat, Rolf Hochhuth)

Jede Diktatur braucht Sündenböcke. Die EU hat ihre Sündenböcke längst gefunden: Die Raucher.

Und jetzt, nach Durchdrücken des Lissabon-Vertrages, reden sie Tacheles:

Im Amtsblatt der EU empfiehlt der hohe Rat den Mitgliedstaaten „zur Eindämmung des Tabakgebrauches“ die Schaffung von Blockwarten:

Die Wirksamkeit eines Überwachungs- und Durchsetzungsprogramms wird durch die Einbeziehung der Öffentlichkeit in das Programm verstärkt...

... Aus diesem Grund sollten die Rechtsvorschriften für eine rauchfreie Umwelt festlegen, dass Einzelpersonen Beschwerden einreichen dürfen, und sie sollten jede Person oder nichtstaatliche Organisation dazu ermächtigen, tätig zu werden, um die Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft zu erzwingen.“

Der größte Lump im Euroland, das ist und bleibt der Denunziant‘

Der allgemeinen Abschreckung sollen darüber hinaus Schauprozesse dienen:

Sobald die aktive Durchsetzung beginnt, wird in vielen Ländern empfohlen, eine Aufsehen erregende Strafverfolgung zu betreiben, um die abschreckende Wirkung zu verstärken. Wenn festgestellt wird, dass sich prominente Personen bewusst über die Rechtsvorschriften hinweggesetzt haben und diese in der Gesellschaft bekannt sind, können die Behörden ihre Entschlossenheit und die Ernsthaftigkeit der Rechtsvorschriften unter Beweis stellen, indem sie mit rigorosen und zügigen Maßnahmen reagieren und dabei die größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit erregen.“

Mit diesen „Maßnahmen“ soll ein umfassendes Rauchverbot in der EU durchgesetzt werden. Für alle "geschlossenen öffentlichen Orte", alle Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen, alle öffentlichen Verkehrsmittel und überdies "möglicherweise sonstige öffentliche Orte" auch im Freien.

Die EU übernimmt damit wortgleich die Tabakkontroll-Forderungen der WHO, die in der Vergangenheit schon als Fälscherwerkstatt entlarvt wurde und jüngst mit der Schweinegrippen-Hysterie unangenehm auffiel.

Hofft die EU, ihrer schwindende Akzeptanz in der Bevölkerung mit einer gut organisierten Raucherhatz zu überwinden ?

EU - Eine schleichende Diktatur, nach Lehrbuch.

Quelle

   

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