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Frank Davis auf Deutsch

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WANN BEGINNT DER KRIEG GEGEN DEN TEE?

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(Originaltitel: When Is The War On Tea Going To Start?)

»Ich staune immer, dass die erste - und höchst wirksame - Droge, zu der es mich beim morgendlichen Aufwachen hinzieht, in den Läden weithin erhältlich ist, überall frei beworben wird und von Erwachsenen und Kindern konsumiert und nicht für giftig,
krebserregend oder süchtigmachend erachtet wird. Und dass es nur meine zweite Droge ist, die nur hinter Jalousien versteckt zu bekommen ist, nicht beworben werden darf und als giftig, krebserregend und süchtigmachend gilt.

Denn den Rest des Tages konsumiere ich beide Drogen miteinander in mehr oder weniger demselben Maß. Wie kommt es nur, dass nur eine davon als süchtigmachend eingestuft ist? Sollte das nicht für beide gelten?

Die zweite meiner Drogen ist natürlich Tabak. Und die erste ist Tee. Wann also beginnt der Krieg gegen den Tee?

Dieser Artikel der "Huffington Post" weckte folglich mein Interesse:

"Wenn Sie mich gefragt hätten, was Drogensucht anfänglich verursache, hätte ich Sie angesehen wie einen Deppen und gesagt: 'Drogen. Wer hätte das gedacht'. Es ist nicht schwer zu verstehen ... nehmen Sie zwanzig Tage lang eine wirklich wirkmächtige Droge. Es gibt starke chemische Fanghaken in diesen Drogen, wenn wir also am einundzwanzigsten Tag damit aufgehört hätten, würde unser Körper die Chemikalie brauchen. Wir hätten ein wildes Verlangen danach. Wir wären süchtig. Das ist es, was Sucht bedeutet.

Einer der Wege, auf dem sich diese Theorie etabliert hat, war über Tierversuche, bekannt gemacht in einer Anzeige einer Anti-Drogen-Organisation. Man setzt eine Ratte in einen Käfig, allein mit zwei Wasserflaschen. In einer davon ist schlicht Wasser. In der anderen Wasser mit zugesetztem Heroin oder Kokain. Bei fast jeder Durchführung dieses Experiments wird die Ratte auf das drogenhaltige Wasser versessen werden und immer mehr davon haben wollen, bis sie daran verendet.

Die Erklärung in der Anzeige: 'Nur eine Droge macht dermaßen süchtig, dass neun von zehn Ratten zu ihr greifen. Und sie konsumieren, bis sie tot sind. Das ist Kokain. Und es kann dasselbe auch mit Ihnen machen.'

Doch in den 1970ern fand ein Psychologieprofessor namens Bruce Alexander etwas sonderbar an diesem Experiment. Die Ratte wurde ganz allein in dem Käfig gehalten. Sie hatte nichts zu tun, außer die Drogen zu sich zu nehmen. Was würde geschehen, wenn man dies anders anginge? Prof. Alexander baute also einen Rattenpark. Das war ein komfortabler Käfig, in dem die Ratten bunte Bälle hatten, das beste Futter bekamen und Tunnels hatten und jede Menge Freunde. Was, fragte sich Alexander, würde jetzt passieren?

Im Rattenpark haben alle Ratten offensichtlich beide Wasserflaschen probiert. Das drogenhaltige Wasser mochten sie nicht, sie mieden es weitgehend, konsumierten weniger als ein Viertel dessen, was die isolierten Ratten verbrauchten. Keine von ihnen starb. Während sämtliche Ratten, die allein und unglücklich waren, zu starken Nutzern wurden, war dies bei keiner derer in erfreulicher Umgebung der Fall."

Scheint mir irgendwie völlig glaubhaft. Als Nächstes wurde Nikotin ins Auge gefasst:

"Alle sind sich einig darin, dass Zigarettenrauchen einer der süchtigmachendsten Vorgänge überhaupt ist. Die chemischen Suchtauslöser im Tabak kommen von einer Droge namens Nikotin darin. Also gab es, als in den frühen 1990ern Nikotinpflaster entwickelt wurden, viel Optimismus - Zigarettenraucher könnten all ihre Suchtsubstanzen bekommen, ohne die anderen schmutzigen (und tödlichen) Auswirkungen des Rauchens. Sie würden befreit.
Aber die Behörde des Sanitätsinspekteurs fand heraus, dass nur 17,7 % der Zigarettenraucher imstande sind, das Rauchen mittels Nikotinpflastern aufzugeben. Das ist nicht nichts. Wenn die Chemikalien 17,7 % in die Abhängigkeit treiben, wie dies zeigt, sind das immerhin weltweit mehrere Millionen zerstörte Leben. Was es aber auch zeigt, ist, dass die Geschichte über die Ursache der Sucht in chemischen Fanghaken liege, wie uns erzählt worden war, zwar tatsächlich wahr ist, aber nur ein kleiner Teil eines viel größeren Bildes.

Das hat enorme Auswirkungen auf den hundert Jahre alten Krieg gegen die Drogen. Dieser massive Krieg basiert auf der Behauptung, dass wir eine ganze Reihe von Chemikalien physisch ausrotten müssen, weil sie die Gehirne der Leute kapern und zur Sucht führen. Wenn aber Drogen nicht die Treiber in die Abhängigkeit sind - wenn es Trennung ist, was Sucht vorantreibt - dann ergibt das keinen Sinn ..."

Eigentlich bin ich mir sicher, irgendwo gelesen zu haben, dass es eher 1,7 % der Raucher sind, die das Rauchen mittels Nikotinpflastern aufhören. Die sind praktisch nutzlos.

Und ich konnte nicht umhin zu denken, dass, wenn es überhaupt eine Wahrheit aus Prof. Alexanders Erkenntnissen gegeben hat, ein Krieg gegen den Tabak, der viele Raucher aus der Gesellschaft ausgeschlossen hat, diese in Wahrheit exakt in die Art sozialer Isolation treibt, die (jegliches) Suchtverhalten wahrscheinlicher macht.

Ich kann nur annehmen, dass Prof. Alexanders 50 Jahre alte Forschung null Auswirkungen auf den Krieg gegen den Tabak hat (bzw., allgemeiner, auf den Krieg gegen die Drogen).
Denn da gibt es kein Lockerlassen. Es wird immer nur schlimmer. Der Wahnsinn nimmt kein Ende.

Also zurück zu meiner Eingangsfrage: Wann beginnt der Krieg gegen den Tee?«

Original: Original: https://cfrankdavis.wordpress.com/2016/08/08/when-is-the-war-on-tea-going-to-start/

NWR-FB-Permalink:
https://www.facebook.com/groups/NetzwerkRauchen/permalink/10153582258341595/

Frank Davis auf der Netzwerk-Rauchen-Facebook-Gruppe:
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