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Freitag, 04. September 2009 um 18:03 Uhr

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Zé do Rock: jede sekunde stirbt ein nichtraucher. a lexikon üba vorurteile un andre teile, A1Verlag, 2009, 272 Seiten, € 18.80 (D) ISBN 978-3-940666-11-6

jede_sekunde_stirbt_ein_nichtraucherDrei Bücher und jüngst seinen zweiten Film hat der aus Brasilien stammende Schriftsteller und Regisseur Zé do Rock bereits vorgelegt, das vierte Zeugnis seiner literarischen Schaffenskraft liegt diesen Monat druckfrisch in den Buchläden. Der Weltenbummler, der über 120 Länder der Erde bereist hat (das lässt auch manchen langjährigen Außenminister vor Neid erblassen) und davon in seinen oft autobiographisch angelegten Werken beredt Auskunft zu geben weiß, lebt mittlerweile seit Jahrzehnten in München, der „preussisheste[n] stadt in Deutshland“ (S. 246) und ist dort „zu einer Art braso-bayer geworden“(S. 17).


Wer jetzt anhand dieser Zitate auf die Hilflosigkeit eines Immigranten im Umgang mit der deutschen Sprache schließt, liegt meilenweit daneben. Do Rock betätigt sich seit seiner Jugend als Sprachtüftler, der eine eigene Kunstsprache entwickelt hat und sich leidenschaftlich der Vereinfachung der deutschen (und der englischen) Sprache widmet. Seine Bücher verfasste er in verschiedenen Varianten der Sprache seiner Wahlheimat: Im Ultradoitshen, einer weitgehenden Simplifizierung, im Wunschdeutschen, einer gemäßigt reformierten Form, die auf Abstimmungen des Publikums bei zahlreichen Lesungen basiert, auf Siegfriedisch, einem konsequent fremdwortlosen Germanisch und auf Kauderdeutsh, dem Kontrastprogramm hierzu. Letztere Spielart, ein internationalisiertes Deutsch, kommt auch im neuen Buch wieder zum Tragen, neben dem am einfachsten lesbaren Wunschdeutsch und einer Neuschöpfung namens Kokokuke-Deutsch, das auf der „unseriösen“ Steigerung des Ultradoitshen in seinem Erstling gründet. Bei wem nun Verwirrung eingetreten ist, der sei auf den zehnseitigen sprachlichen Anhang des Buches verwiesen.
Dem Eindruck, wir hätten es hier mit einem verbissenen Sprachkämpfer im Stile mancher hiesiger Germanisten zu tun, muss auch mit Entschiedenheit entgegengetreten werden. Zé do Rock ist in allen seinen Facetten – als Literat, Vortragender und Filmemacher – ein Entertainer und Spötter im besten Sinne, herzlich-humorig und gleichermaßen von beißend-scharfem Witz.

Zé do Rock – fast undenkbar ohne Berichte aus anderen Ländern und Kulturen. So ist auch dieses Buch wieder gespickt mit Reiseberichten. Diesmal mit explizitem Verweis auf die Situation für auchende Touristen vor Ort. Wer also erfahren möchte, wie es in Algerien („nullo probleme“, S. 10), Bosnien-Herzegowina, Südafrika, Österreich („unliberal für Weltverhältnisse, für westliche Verhältnisse liberal“, S. 12) zugeht oder sich für das Rauchen auf Kuba, Westsamoa, Kiribati und den Fidschi-Inseln interessiert, wird vom Autor bedient.

Wahre und ins Fiktive gleitende Geschichten über unterschiedliche Begebenheiten aus seinem Leben erfreuen als kurzweiliger Lesegenuss. Im Stile eines Wörterbuches präsentiert er immer zwischendurch unter den verschiedenen Buchstaben des Alphabets Begriffsdefinition ganz eigenen Geschmacks. So versteht er unter Heirat das „enscheidungsgremium bei raubfischen“ (S. 106), unter Kakalak eine „aus fekalien herstellet autofarb“ (S. 110) und der Gemeinplatz ist für ihn „kleina park wo sich böse leute treffen“ (S. 92). Die Erläuterung des Wortes Eierlikör bleibt hier der Phantasie oder besser der Lektüre des Buches überlassen.

Als roten Faden stellt Zé do Rock jedoch ein tiefernstes Thema in den Mittelpunkt seines neuen Werkes, das Abrutschen unseres Planten in ein „neues sichaheits- un gesundheitsmittelalter“ (S. 7). Er bekennt freimütig – heutzutage fast schon mutig: „Ich lebe lieba 75 jahre mit qualmen, trinken, süßigkeiten, saftigem fettem essen, fleisch, kaffee, denn 100 jahre ohne. Und find auch nicht, dass das a charaktadefizit is“ (S. 16).

Als Hauptanlass seines Engagements fungierte der Umstand, dass weitreichende gesetzliche Rauchverbote vor fast zwei Jahren auch den Freistaat Bayern erreichten.
Schlagartig wurde der Kulturschaffende zum gesellschaftlichen Aktivisten: In München führte er fast im Alleingang einen mehrtägigen originellen Infostand durch, wo er für Toleranz und den Abbau von Vorurteilen warb. Denn ohne diese wären die modischen Feldzüge gegen den Genuss nicht denkbar.

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Rezension: Eiserne Faust im Samthandschuh

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Mittwoch, 20. Mai 2009 um 23:00 Uhr

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Velvet Glove Iron FistDas Buch "Velvet Glove, Iron Fist" von Christopher Snowdon entlarvt die Passivrauchlüge in überzeugender Weise anhand konkreter Beispiele. Nach einem historischen Abriss der Anti-Tabak-Bewegungen und der damit verbundenen Prohibitionsversuche, untersucht der Autor viele Publikationen und Studien auf ihre Plausibilität und ihren Wahrheitsgehalt und überführt sie als zweckdienliche Spekulationen oder bewusste Manipulationen. Der Autor folgt den Fäden, die das Netz der Tabakkontrolle im Hintergrund mit Politikern und Pharmaunternehmen spinnen und weist Interessenkonflikte nach. Das Buch deckt auch die enormen finanziellen Interessen auf, die die Anti-Tabak-Industrie am Leben erhalten und motivieren. Das Buch ist zur Zeit zu einem reduzierten Subskriptionspreis erhältlich. Nicht nur der sachliche, gut recherchierte Inhalt dieses Buchs, sondern auch die unermüdlichen Bestrebungen des Autors, die Passivrauchlüge aufzudecken, machen dieses Buch zu einem Muss für alle Gegner staatlicher Eingriffe in die privaten Belange.

Velvet Glove, Iron Fist takes the reader on a journey from 15th century Cuba to 21st century California, via Revolutionary France, Victorian Britain, Prohibition Era America and Nazi Germany. Along the way, the author finds uncanny parallels between today's anti-smoking activists and those of the past. Today, as the same tactics begin to be used against those who enjoy alcohol, chocolate, fast food, gambling and perfume, Velvet Glove, Iron Fist provides a timely reminder that once politicians start regulating private behaviour, they find it very hard to quit.

Subskription

 

Velvet Glove, Iron Fist - A History of Anti-Smoking

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Krise der Tabakkultur

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Donnerstag, 19. März 2009 um 00:00 Uhr

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ropohlProf. Dr. Günter Ropohl hat auf der diesjährigen Bundesmitgliederversammlung von Netzwerk Rauchen seinen Text "Krise der Tabakkultur"vorgestellt, der in der zweiten Jahreshälfte in einem Sammelband erscheinen soll. Dort beschreibt er inhaltlich pointiert und sprachlich unterhaltsam die Probleme, vor denen der Tabakgenuss steht und welche Kräfte mit welchen Absichten hinterm der Gesundheitssucht, dem Sanitarismus, stehen.

Auch skizziert der Emeritus der Allgemeinen Technologie der Universität Frankfurt am Main in seinem Aufsatz eine umfassende Technikbewertung für Rauchwaren hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken, welche bisher noch nicht vorgenommen wurde.

An dieser Stelle haben wir vor einigen Monaten über Prof. Ropohls jüngste Abhandlung über das Passivrauchen berichtet. Hierzu hat sich in der Zeitschrift NOVO eine Leserbriefdebatte entspannt, die ihren einstweiligen Höhepunkt in einer Replik von Werner Paul auf einen Ropohl-Kritiker findet.

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Rezension: Kalter Rauchkrieger rezensiert

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Mittwoch, 31. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

Lothar Binding MdB (SPD) ist Sprachrohr des in seinem Wahlkreis ansässigen "WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle." Er hatte gewissen Anteil, den Krieg gegen die Raucher in die Berliner Abgeordnetenbänke zu tragen und hat 2006 den Entwurf eines Bundesrauchverbotsgesetzes mit initiiert. Seither geistert er immer wieder mal durch Talkshows und gibt dort Unwahrheiten zum Passivrauchen zum Besten.

Diese hat er im Buch "Kalter Rauch" gesammelt und vermischt sie dort mit Erinnerungen an die eigene Raucherkarriere. Lesen Sie hier eine kritische Rezension dieses Machwerks.

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Smoke rezensiert

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 00:00 Uhr

21 Geschichten vom blauen Dunst präsentiert der Verlag ars vivendi in seiner im letzten Monat erschienen Anthologie. Er verspricht einen literarischen Spaziergang durch Rauchschwaden, Nichtraucherzonen und Raucherclubs. Es schreiben Joseph von Westfalen, Wladimir Kaminer, Alexa Hennig von Lange, Antje Rávic Strubel, Elmar Tannert und viele andere.
Lesen Sie hier die Rezension des Buches aus der Feder von Christoph Lövenich, Bundesgeschäftsführer von Netzwerk Rauchen.
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